Das Passionskonzert Großweikersdorf - Palmsonntag 2011

Am Palmsonntag fand in der Pfarrkirche eine Passionsliturgie besonderer Art statt, zu der die Pfarre zu Gunsten der Orgelrenovierung geladen hatte. Der Kirchenchor Großmugl und die Chorvereinigung Einklang 1861 Hollabrunn eröffneten gemeinsam mit passender A-capella-Literatur aus dem 20. Jhdt. (Kodaly, Hogan).

Nach einer besinnlich-beeindruckenden Medidation durch Pfarrer Marius zum Thema "Passion" und "passio" (Leidenschaft) gaben die Chöre unter der Leitung von Gerhard Sulz die Johannes-Passion von Heinrich Schütz. Die Chöre wussten die Volkschöre stil- und intonationssicher zu interpretieren.

Martin Guthauer sang die Rolle des Jesus überaus ausdrucksstark, Christian Zehetner gab den zwiespältigen Pilatus glaubhaft wider. Gerhard Sulz hatte den Part des Evangelisten selbst übernommen und überzeugte mit Wortdeutlichkeit und sicherer Intonation.

Zuhörer sprachen von einem "überwältigendem Erlebnis".


Aus der "Presse" 2011:

Einklang singt Schütz-Passion!

"...musikalische Nahrung für Geist und Seele...", "...ein außergewöhnlich tief beeindruckendes Konzert...", "...vielen Dank für dieses berührende musikalische Erlebnis..." - mit diesen und ähnlichen Reaktionen gingen die Zuhörer nach dem Passionskonzert der jubilierenden Chorvereinigung "Einklang 1861" Hollabrunn nach Hause.

Gemeinsam mit dem Kirchenchor Großmugl sang der Hollabrunner Traditionschor in die Passionszeit passende Chorliteratur von Moses Hogan (Hear My Prayer, There’s a Man Going Round) und Zoltan Kodaly (Zu spät, Stabat Mater).

Mit besinnlichen Gedanken zur Passion leitete Obmann Robert Kellner über zum Hauptwerk des Konzertnachmittags in der Hollabrunner Seminarkapelle, zur Johannes-Passion von Heinrich Schütz. Die beiden von Gerhard Sulz geleiteten Chöre harmonierten bestens und konnten die in den Chorpassagen zum Ausdruck kommenden Stimmungen gekonnt wiedergeben: aufgewiegeltes, zur Kreuzigung drängendes Volk und zynisch-höhnische Hohenpriester wurden ebenso stilecht interpretiert wie heuchelnde, falsche Zeugen und rohe, grobschlächtige Kriegesknechte.

Gerhard Sulz sang gekonnt und subtil kommentierend den Evangelisten, Christian Zehetner interpretierte glaubhaft einen in die Enge getriebenen Pilatus. Martin Guthauer aber setzte mit einer immens ausdrucksstarken Jesus-Interpretation diesem Passionskonzerts d a s Glanzlicht auf.

Es war ein zutiefst beeindruckendes Konzert und ein gelungener Auftakt für das Jubiläumsjahr der Chorvereinigung "Einklang 1861" Hollabrunn. Man darf gespannt sein, was dieser Chor unter der Führung von Chorleiter Gerhard Sulz und Obmann Robert Kellner für den 5. November 2011 plant, wenn das Jubiläumskonzert zum 150. Vereinsgeburtstag über die Bühne gehen wird.